Ingenieurbüro für Wasserbau und Ökologie

Flussgebiets-Renaturierung & WHG-konforme Wasserhaltung

Planung und Umsetzung von Rückhalteanlagen, Gewässervernetzung und Hochwasserschutz nach Wasserhaushaltsgesetz. Von der hydraulischen Modellierung bis zur Bauüberwachung.

Ingenieurtechnische Vorteile für Wasserbau und Renaturierung

Planungssicherheit durch nachgewiesene Verfahren, die den Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) entsprechen. Jeder Punkt fasst einen konkreten Nutzen für Ihr Projekt zusammen.

Gesteuerte Retention bei Hochwasser

Das Becken fasst bis zu 3,2 Mio. m³ Rückhalteraum und wird über ein computergesteuertes Schützsystem aktiviert. Die Abflusssteuerung erfolgt nach WHG §78 und verhindert eine Verschärfung der Hochwasserwelle unterhalb des Bauwerks.

Grundwasserneubildung durch Versickerungsmulden

Über eine Sohlpassage mit Kiesfilter wird das zurückgehaltene Wasser gezielt in den Aquifer geleitet. Die jährliche Neubildungsrate liegt bei 1,8 Mio. m³ – nachgewiesen durch ein Monitoringprogramm mit 12 Grundwassermessstellen.

Durchgängigkeit für aquatische Organismen

Ein rauer Rampenpass mit Beckenstruktur ermöglicht den Auf- und Abstieg von Fischen und Makrozoobenthos. Die Anlage ist nach dem DWA-M 509 zertifiziert und wird jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft.

Sedimentmanagement ohne Baggerbetrieb

Ein vorgeschalteter Absetzbereich mit 0,8 m Tiefe fängt Feinsedimente ab, bevor sie in das Hauptbecken gelangen. Die Räumung erfolgt alle fünf Jahre über eine Nassbaggerung mit anschließender Verwertung als Bodenverbesserer.

Integration in bestehende Auenökosysteme

Die Beckengeometrie folgt den natürlichen Geländekanten der Elbaue. Flache Uferzonen mit Röhrichtpflanzungen schaffen neue Laichhabitate für gefährdete Arten wie den Bitterling (Rhodeus amarus).

Rechtssichere Genehmigung nach WHG

Alle Planungsunterlagen wurden im Rahmen eines wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahrens geprüft. Die Betriebsvorschrift enthält konkrete Steuerungsregeln für Hochwasser- und Trockenwetterfälle, die mit der zuständigen Wasserbehörde abgestimmt sind.

Wir begleiten Ihr Vorhaben von der hydraulischen Modellierung bis zur wasserrechtlichen Genehmigung nach WHG. Jede Planung umfasst standortspezifische Retentionsberechnung, Bauwerksarchitektur und ökologische Begleitmaßnahmen.
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Technische Dokumentation

Schlüsselprojekte der Wasserbauplanung

01WHG §78
Retentionsbecken Elbe
Retentionsbecken mit integrierter Auenanbindung

Elbe-Retentionsbecken – hydraulische Modellierung

12 km² großes Rückhaltebecken mit gesteuerter Flutwasserspeicherung und Grundwasseranreicherung. Die Fischdurchgängigkeit und das Sedimentmanagement wurden nach WHG §78 ausgelegt.

02WHG §79
Urbane Regenwasserbewirtschaftung Leipzig
Urbane Regenwasserbewirtschaftung mit Grünflächenintegration

Leipziger Regenwasseranlage – Genehmigungsverfahren

Kombination aus Regenrückhaltung und öffentlicher Grünfläche. Die Anlage erfüllt die Anforderungen der WHG §§78–80 zum Hochwasserschutz und zur Gewässerqualität.

03Renaturierung
Flussbettrenaturierung Lahn
Geomorphologische Erholung nach Wehrrückbau

Lahn-Nebenfluss – Renaturierung nach Dam Removal

Sedimentfreisetzung und Kanalentwicklung wurden vor und nach dem Rückbau vermessen. Die Makrozoobenthos-Besiedlung zeigte innerhalb von zwei Jahren eine deutliche Verbesserung der Habitatvielfalt.

04WHG §80
Grundwasseranreicherung Rhein
Grundwasseranreicherung und Uferfiltration

Rheinnahe Grundwasseranreicherung – Monitoring

Kombinierte Uferfiltration mit gezielter Grundwasseranreicherung zur Sicherung der Trinkwasserversorgung. Das Monitoring umfasst hydrochemische und hydraulische Parameter.

05Ökologie
Feuchtgebiet Renaturierung
Feuchtgebietsrenaturierung mit Hochwasserschutz

Feuchtgebiet an der Donau – Wiedervernässung

Wiederherstellung von Überflutungsflächen zur Förderung der Biodiversität und zur Reduzierung von Hochwasserspitzen. Die Maßnahmen sind nach WHG §80 genehmigt.

06Planung
Hochwasserschutzplanung
Integrierte Hochwasserschutzplanung

Hochwasserschutz an der Weser – Szenarienanalyse

Hydronumerische Modellierung von Hochwasserereignissen mit verschiedenen Retentionsszenarien. Die Planung berücksichtigt die Vorgaben des WHG und der EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie.

Projektübersicht: Flussgebiets-Renaturierung

Dokumentation der wasserbaulichen Neuordnung und WHG-Konformität

Wasserhaushaltsgesetz (WHG) Die Planung folgt den §§ 78–80 des WHG, insbesondere den Vorgaben zur Hochwasservorsorge und zur Bewirtschaftung von Überschwemmungsgebieten. Jede Retentionseinheit ist auf die regionale Abflussdynamik abgestimmt.

Ökologische Durchgängigkeit Alle Bauwerke enthalten Fischaufstiegsanlagen und Sohlgleiten, um die biologische Vernetzung gemäß WRRL sicherzustellen. Die Sedimentbilanz wird durch kontrollierte Umlagerungen gesteuert.

Retentionsbecken Mittlere Elbe

Hydraulische Modellierung eines 12 km² großen Beckens mit gesteuerter Flutung und Grundwasseranreicherung. Die Anlage ist in das bestehende Auenökosystem eingebunden und erfüllt die WHG-Anforderungen an den Hochwasserrückhalt.

Projektbericht lesen

Stadtentwässerung Leipzig

Kombination von Regenwasserrückhaltung mit öffentlicher Grünfläche. Die Anlage dient der dezentralen Retention und der Verbesserung der Wasserqualität vor Einleitung in den Vorfluter. Genehmigungsverfahren nach WHG § 78.

Fallstudie ansehen

Lahn-Zufluss: Dam Removal

Rückbau eines Wehres und anschließende geomorphologische Anpassung des Flussbetts. Monitoring der Sohlentwicklung und der Makrozoobenthos-Besiedlung über zwei Jahre. Nachweis der ökologischen Verbesserung.

Monitoring-Ergebnisse

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